18. Dezember 2006

Grosse Bündnerfleisch-Anbieter investieren gemeinsam

Verpackungs-, Kommissionierungs- und Logistikzentrum in  Landquart-Igis für «Grischuna», Fleischtrocknerei Churwalden AG – Fusion mit der Surselva SFW Fleischwaren AG – Standorte Chur und Churwalden werden beibehalten.

Mit einer bedeutenden Investition, der betrieblichen Neuorganisation und einer späteren Fusion richten sich zwei der  grösseren Anbieter von Trockenfleischprodukten auf die Zukunft aus. Die Grischuna verlegt Verwaltung, Verpackung und Logistik von Churwalden ins neue Industriegebiet Tardis in Igis-Landquart und fusioniert 2009 mit der Surselva SFW Fleischwaren AG.

Die bestehenden Betriebsstandorte in Chur und Churwalden werden beibehalten. Arbeitsplätze werden zwar innerhalb der Region umgelagert, aber nicht abgebaut. Name und Sitz der neuen gemeinsamen Gesellschaft stehen noch nicht fest. Bis zum Jahre 2009 bleiben Marktauftritt und Kundenbetreuung bei der «Grischuna» Fleischtrocknerei Churwalden AG wie auch bei der Surselva SFW Fleischwaren AG unverändert.

Spätestens Ende 2007 soll auf dem unlängst erworbenen Grundstück im Industriegebiet Tardis mit dem Bau begonnen werden. Das neue Betriebszentrum umfasst  Schneid-, Verpackungs- und Kommissionierungsanlagen, eine Wursterei sowie die Verwaltung. Die Eröffnung ist auf Frühling 2009 geplant. In dem neuen Betrieb sollen rund 90 Personen beschäftigt werden.

Hauptgrund für die Sitzverlegung ist die eingeschränkte Ausbaumöglichkeit am bisherigen Hauptstandort Churwalden sowie dessen Verkehrslage. Grischuna bleibt Churwalden aber treu und hält dort den Veredelungsbetrieb für die Bündnerfleisch-Produktion aufrecht. Die bereits in Landquart ansässige Surselva braucht aus Platzgründen neue Räumlichkeiten für einen Schneide- und Verpackungsbetrieb. Aus Kosten- und Auslastungsgründen drängt sich deshalb der Bau eines gemeinsamen, fortschrittlichen Betriebes an verkehrsgünstiger Lage auf. 

In Churwalden wird die bisherige Verpackungsabteilung nach Inbetriebnahme des Zentrums Igis/Landquart geräumt und als Reserve für weitere Expansionsschritte behalten. Folglich muss die Zahl der Arbeitsplätze in Churwalden von 60 auf ca. 20 reduziert werden. In Landquart werden entsprechende neue Kapazitäten aufgebaut. Einzelne der  bestehenden Betriebseinheiten in Chur (Salzerei, Frischfleischannahme/Chargierung) bleiben  erhalten, während die Wursterei nach Landquart ausgelagert wird.

Allen Mitarbeitenden werden gleichwertige Arbeitsplätze innerhalb der Region angeboten. «Mit der betrieblichen Neuorientierung sind keine Kündigungen verbunden, und alle Arbeitsverträge werden weitergeführt.» betonte Gustav Spiess, Präsident des Verwaltungsrates der Grischuna, Fleischtrocknerei Churwalden AG. «Wir hoffen im Gegenteil, unsere Position als Anbieter  von Trockenfleischprodukten durch diese betrieblichen Vorteile weiter ausbauen und in Zukunft mehr Leute beschäftigen zu können.»


Marktführerin im Export von Schweizer Fleischprodukten

Die anfangs der 60er Jahre gegründete Grischuna stellt neben Bündnerfleisch auch weitere Fleischspezialitäten her, z.B. Bündner Rohschinken, Rohessspeck, Salsiz und Bergsalami und vermarktet diese über Wiederverkäufer und Grossverteiler in der Schweiz, in Deutschland, Frankreich, den Benelux-Ländern und im Fernen Osten. Von Grischuna stammt auch der beliebte Fleisch-Snack Minipic.

Die Surselva SFW Fleischwaren AG, Landquart hatte sich in den letzten zwanzig Jahren im In- und Ausland einen Namen als Verarbeiterin und Vermarktungsgesellschaft von Bündner Fleischspezialitäten gemacht. Der Fusion der beiden Gesellschaften geht eine jahrelange offene und partnerschaftliche Zusammenarbeit voraus.

Andrea Weisstanner, Delegierter des Verwaltungsrates der Surselva Fleischwaren AG:

«Wir blicken auf eine erfolgreiche Tätigkeit in den vergangenen 20 Jahren zurück. Persönlich ist es mir nach 42-jähriger Branchenzugehörigkeit ein grosses Anliegen, der Firma im härteren Geschäftsleben weiterhin gute Perspektiven zu ermöglichen. Die Fusion mit der Grischuna bietet bestmögliche Zukunftsaussichten.»

Mit dem Bau des neuen Zentrums stellen die vereinigten Firmen die optimale Weiterverarbeitung ihrer Produkte und die kundengerechte Belieferung sicher und rechnen durch die gesteigerte Veredelungsmenge mit Synergien bei personellen Abläufen, Maschinen, Energie und Transporten.

Gustav Spiess erklärte: «Die nun beschlossenen Ausbauschritte sind wesentlich für die Zukunftssicherung des Unternehmens und eine unabdingbare Voraussetzung für die schnelle und rationelle Belieferung der inländischen Kunden. Und im Export von Bündner Fleischprodukten könnten sie neue Chancen schaffen. Auf jeden Fall können wir mit den neuen Anlagen in Igis-Landquart die hohen und mehrfach zertifizierten Qualitätsstandards unserer Produkte dauerhaft garantieren, und wir bleiben für die Zukunft gerüstet. Zugleich bleibt dank diesem Standort der Bündner Charakter unserer Produkte erhalten.»

Für Rückfragen:
Fleischtrocknerei Churwalden AG, Lindenboden, 7075 Churwalden, Tel. 081 382 82 82, E-Mail office@grischuna.ch